Die Stiftung Ausstellungs- und Begegnungsstätte Wiedenbrücker Schule und der Vorstand des Museums Wiedenbrücker Schule nehmen dankbar Abschied von dem ersten Museumsleiter und Macher des Wiedenbrücker Schule Museums, Herrn Manfred Schumacher. Er verstarb am 2.Januar 2026 im Alter von 85 Jahren.
Mit dem Übertritt in den Ruhestand widmete sich der langjährige Marketingleiter der Kreissparkasse Wiedenbrück seit 2004 in seiner ehrenamtlichen Funktion als erster Vorsitzenden des Heimatvereins Wiedenbrück-Reckenberg e.V. dem Neuaufbau des Heimatmuseums hin zum heute bestehenden Wiedenbrücker Schule Museums an der Hoetger-Gasse 1 im ehemaligen Altarwerkstattgebäudes der Firma Diedrichs & Knoche.
Hier entstand das Museum Wiedenbrücker Schule. Ein Museum mit überregionaler Strahlkraft und dem deutschlandweit einmaligen Schwerpunkt der Kunst des Historismus in der Zeit von 1854- 1920. Diese wirtschaftliche Keimzelle der Stadt Rheda-Wiedenbrück, ausgehend von der international agierenden Künstlergemeinschaft der Wiedenbrücker Schule zu Würdigen und als Hort der Stadtgeschichte erfahrbar zu machen war sein Ziel.
Viele Hände von Seiten der Stadt, den Stiftern und Leihgebern griffen gemeinsam ins Rad um 2005 erstmal die Trägerstiftung des Museums zu gründen und später nach erfolgtem Umbau 2008 das Museum feierlich zu eröffnen. Ohne dieses Netzwerk aus öffentlichen Institutionen, Privatleuten und Praktikern wäre die Schaffung dieser Institution nicht möglich gewesen.
Gemeinsam mit dem bereits 2023 verstorbenen Heimatfreund Alfons Brielmann legte Manfred Schumacher unermüdliche Aktivitäten zur Gewinnung von Ausstellungsobjekten, Leihgaben und Inhalten an den Tag. Praktisch packte er mit an wenn es um den Transport, die Aufstellung und die Ergänzung der Museumspräsentation ging. Und er gewann auch weiterhin Förderer und Sponsoren, schuf eine lebendige Museumsarbeit und arbeitete in den Stiftungsgremien mit.
Von der Eröffnung im November 2008 bis zu seinem Ausscheiden aus dem Amt des 1. Vorsitzenden des Heimatvereins war er in Personalunion Museumsleiter des Wiedenbrücker Schule Museums. Nahezu Täglich war er im Museum zu finden und koordinierte die notwendigen Arbeiten und machte unzählige Führungen durch das Haus.
Das letzte Mal besuchte er sein Haus, schon stark gesundheitlich angegriffen im Oktober 2025 anlässlich der Ausstellungseröffnung „555 Paterskirche – bevor Maria auszog“.
Stiftung und Vorstand sind dankbar für seinen Einsatz und den Teil seines Lebenswerkes, der untrennbar mit dem Wiedenbrücker Schule Museum verbunden ist. Die Anteilnahme gilt seiner Frau und seinen Kindern, sowie allen Familienangehörigen. Das Museum und seine Trägergremien Stiftungsrat und Stiftungsvorstand werden sein Andenken bewahren.
Für den Stiftungsvorstand Sebastian Siefert, Museumsleitung Christiane Hoffmann
Foto: Andreas Kirschner
