Als vor 70 Jahren das Grundgesetz erarbeitet wurde, waren daran über 60 Männer, aber nur vier Frauen beteiligt. Eine von ihnen war die gelernte Verkäuferin Frieda Nadig aus Herford. Sie kämpfte gemeinsam mit Elisabeth Selbert dafür, den Artikel „Frauen und Männer sind gleichberechtigt“ in den Grundrechte-Katalog aufzunehmen. Dafür erntete sie harsche Kritik – auch die anderen „Mütter des Grundgesetzes“ hatten Vorbehalte gegen die Durchsetzung der vollen Gleichberechtigung. Die Detmolder Stadtarchivarin Dr. Bärbel Sunderbrink stellt die Politikerinnen vor, die am Grundgesetz beteiligt waren.
Besonders würdigt sie Frieda Nadig aus Herford, die in Lippe als Leiterin der AWO eine besondere Bedeutung in der lokalen Erinnerungskultur zukommen sollte.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ zu besuchen.
Donnerstag, der 16.4.26, um 18:30 Uhr im Wiedenbrücker Schule Museum
Um eine Spende wird gebeten
Foto von Frieda Nadig: Stadtarchiv Bielefeld

