Das Künstlerhaus Repke an der Hauptstraße 24, wurde 1907 vom Kirchenmaler Heinrich Repke (1877-1962) vor den Toren der historischen Altstadt von Wiedenbrück und direkt am Bahnhof erbaut. Sein Atelier nach Norden ist bis heute erhalten. Der Enkel hat das Haus zu einem Treffpunkt und Atelier für zeitgenössische Kreative weitergeführt.

Foto: Heinrich Repke kurz vor seinem Tod im Atelier, Foto: Dietmar Werner 1962, Heimatverein Wiedenbrück-Reckenberg e.V

Heinrich Repke wurde in Werne geboren. Nach der Lehre als Dekorationsmaler bei Georg Goldkuhle und weiteren Lehr- und Studienjahren kam Repke 1900 nach Wiedenbrück zurück. Ab 1907 nach Militärzeit und Studienreisen, machte sich Heinrich Repke mit einem Atelier für Kirchenmalerei an der Hauptstraße 24 selbständig.

Er war als Maler für alle Altarbauwerkstätten in Wiedenbrück tätig. Nach dem 2. Weltkrieg malte Heinrich Repke vor allem profane Werke. Sein Sohn Willi führte die künstlerisch-malerische Tätigkeit weiter. Sein Enkel Willi Jun. wurde Pädagoge und fand seine künstlerische Leidenschaft in der Glaskunst. Das Künstlerhaus Repke ist heute ein Atelierhaus für Kreative verschiedenster Richtungen.

Willi Repke (1911-2009) war der Sohn von Heinrich Repke und folgte dem Vater als Maler und Kirchenmaler nach. Seine sehr populären Stillleben und seine markanten Ansichten seiner Heimatstadt machten ihn ebenfalls zu einem bekannten Künstler.

Foto: Willi Repke sen. Foto: Dietmar Werner 1962, Heimatverein Wiedenbrück-Reckenberg e.V

Bis zu seinem Tod arbeitete er in dem wunderbaren Atelier hinter dem Wohnhaus mit dem angenehmen Nordlicht. Um Gäste und Kunden zu empfangen, gab es einen extra Seiteneingang mit steiler Stiege, der auch heute noch genutzt wird. Das Licht des Eingangs fällt durch ein Künstlerfenster und verzaubert den Eingangsbereich zu den Ateliers.

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