Das Künstlerhaus Hanhardt an der Hauptstraße 20 fällt durch seine hölzerne Veranda auf. Der in Wiedenbrück geborene Josef Hanhardt (1897 – 1954) absolvierte in den Jahren 1911 bis 1915 eine Bildhauerlehre im Atelier von Heinrich Hartmann. Gleichzeitig besuchte er die Modellier- und Zeichenschule, die von Heinrich Püts geleitet wurde.

Foto: Josef Hanhardt im Atelier, Stadtarchiv Rheda-Wiedenbrück

Ein anschließendes Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie wurde durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen, an dem Hanhardt 1917/1918 teilnahm. Danach war er einige Jahre in der Bildhauerwerkstatt von Johann Goldkuhle in Essen beschäftigt. 1925 kehrte er nach Wiedenbrück zurück und eröffnete eine eigene kleine Werkstatt. Hanhardt konnte in der Zwischenhochphase der 1930er Jahren zeitweise mehrere Gehilfen beschäftigen.

Josef Hanhardt führte seine Werke sowohl in Holz als auch in Stein aus und schuf darüber hinaus auch zahlreiche Werke im Steingussverfahren. Hanhardt entwickelte wie andere Mitglieder der zweiten Generation der Wiedenbrücker Schule einen eigenen Stil und eine eigene Arbeitsweise.

Im Wiedenbrücker Schule Museum ist eine Steingußarbeit zu sehen.

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