5. Grabstätte der Schwestern des Hl. Vincenz von Paul

Schwesterngräber der Vinzentinerinnen aus Paderborn, die ab 1849 die Krankenpflege im damals neu eingerichteten Krankenhaus (eingerichtet im alten Annuntiatinnen-Kloster in Wiedenbrück am Nonnenwall, Abbruch 1963) übernahmen. Sie verließen 1992 das heutige St. Vinzenz Hospital an der Rietberger Straße. Bemerkenswert ist ihre Rolle nicht nur in der Krankenpflege. Auch in der Kinderbetreuung waren die Schwestern aktiv. Eine der legendären Schwestern war Schwester Maxentia, die im Jahr 1948 als erste ihres Konventes an dieser Stelle bestattet wurde.

Die Grabstelle wurde im Herbst 2025 neu gestaltet, da die alten Grabplatten brüchig waren. Ein alter Grabstein mit dem auferstandenen Jesus, der segnend seine Hände ausbreitet, ist nun Mittelpunkt der neuen Grabstelle. Rechts und links auf dem Grabstein finden sich die Namen der neun hier beerdigten Schwestern. Die Arbeiten wurden von der Firma Grabmale Budde und der Friedhofsgärtnerei Wagner ausgeführt.

Nach Auffassung des Museums Wiedenbrücker Schule und des Heimatvereins kann das Denkmal sicher einem Künstler der Wiedenbrücker Schule zugerechnet werden. Erstmals wird 1939 eine Grabstelle mit diesem Denkmal in Verbindung gebracht. Die Herstellung lag laut Frau Christiane Hoffmann, Leiterin des Museums, wohl in den Händen des Bildhauers Julius Mormann oder Wilhelm Siebe. Ein ausführlicher Bericht dazu ist in der Zeitung »Die Glocke« vom 3. Januar 2026 erschienen und kann unter folgendem Link gelesen werden: »Schattendasein hat nach Jahrzehnten ein Ende«.

Allerheiligen 2025 wurde die neue Grabanlage von Pastor Olaf Loer und Krankenhausseelsorgerin Elisabeth Lengenfeld gesegnet.

Grabstätte der Vinzentinerinnen aus Paderborn

Bild der alten Grabstelle bis Herbst 2025.