Die Gedenktafel für die Lyrikerin Luise Hensel (1798-1876) wurde in den frühen 1970er Jahren vom Bildhauer Hubert Hartmann geschaffen. Er gestaltete die Tafel als Flachrelief mit einem Porträtkopf und einem Schriftblock zu Leben und Werk der Lyrikerin.

Die Tafel wurde an der Südwand der St. Aegidius Kirche angebracht. Die Tafel erinnert an die Lyrikerin und an das Luise Hensel Haus, ihrem Wohnort. Dieses Haus, Markt 9, war für das geplante neue Rathaus von Wiedenbrück gemeinsam mit anderen Häusern auf dieser Marktseite abgerissen worden. Daher fehlte das Haus und die Anbringungsmöglichkeit einer Gedenktafel, so dass man sich entschied, die neue Gedenktafel an der Seite der Kirche anzubringen. Genau auf die Kirchenseite, auf die die Dichterin aus ihrem Zimmer im Haus Markt 9 schauen konnte. Bekannt ist, dass sie den Blick genutzt hat u.a. um die für sie ebenfalls sichtbare Vesperbildkapelle mit einem Gedicht zu ehren.

Die Gedenktafel nimmt als Flachrelief die überlieferten Gesichtszüge, die Frisur und die Kleidermode der Luise Hensel auf. Neben Zeichnungen, gibt es auch eine zeitgenössische Fotografie der Lyrikerin. Sie lebte über 30 Jahre in Wiedenbrück und war eine der prägenden Gestalten der Geistesgeschichte und der katholischen, lyrischen Frömmigkeit im 19. Jahrhundert. Mehr zu Leben und Werk der Schöpferin des Nachtgebetes „Müde bin ich geh zur Ruh“ findet sich im Luise Hensel Kabinett des Wiedenbrücker Schule Museums.

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Gedenktafel für Luise Hensel von Hubert Hartmann