Hubert Hartmann schuf 1965 die Figurengruppe „Konversation“, als künstlerische Ergänzung der Erweiterung des Ratsgymnasiums Wiedenbrück mit dem Bau einer Aula. Der Entwurf wurde durch einen Wettbewerb, in dem u.a. auch der Bruder von Hubert Hartmann, Bernd Hartmann-Lintel teilnahm ausgewählt.

Hubert Hartmann entwickelte aus der menschlichen Figur, einer sitzenden und einer stehenden Person, die sich mit Gesten und durch die Zuwendung der Körper und der Köpfe in einer Kommunikationssituation befinden, diese Gruppe. Typisch für Hartmann ist die Reduktion und Abstraktion der menschlichen Figur. Kopf und Gesicht, Gliedmaßen und Körper werden von allen zeittypischen und geschlechtlichen Merkmalen befreit, so dass eine unspezifische menschliche Form entsteht. Die Gruppierung, die Wendung der Köpfe und Hände, zeigen eine innere Haltung, die ohne weitere Erklärungen verstehbar ist. Eine überzeitliche, humane Komponente wird betont und so die Symbolkraft der Figurengruppe gesteigert. Als Denkmal soll so der Entstehungszeitraum in den Hintergrund treten und nur der symbolische Inhalt betont werden.

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